Bestrahlt

Vor kurzem habe ich mal wieder eine dieser Botschaften in den News gelesen, wo Forscher wieder Belege für die Schädlichkeit von Handy-Strahlungen oder W-Lan-Strahlungen gefunden haben sollen. Es wäre bedenklich und könne möglicherweise das Wachstum von Hirntumoren oder dergleichen fördern. Entscheidend dafür wäre wohl angeblich auch die Entfernung von dem jeweiligen Gerät.

Leute, was mich in letzter Zeit bestrahlt, das versursacht bei mir erstrecht die Entstehung von Hirntumoren und lässt mich von einem Migräne-Anfall zum nächsten fallen, vor allem man kann oft die Entfernung nicht selbst bestimmen. Oft hockt man mitten drin:

Von Montag bis Freitag springt im Nachmittagsprogramm im TV ein weichgespülter, tuffiger Kerl herum, der merkwürdigen Paaren bei den Hochzeitsvorbereitungen hilft. Hmmm, wie hat man das nur früher gemacht? Aua!

Den nächsten Hirnschlag erfuhr ich, als ich mir im TV eine Live-Hochzeit eines Promipärchens ansah. Auuuaaa, in dem Moment ist wohl bei den meisten Zuschauern die letzte Gehirnszelle abgestorben. Ich habe aber zum Glück noch rechtzeitig weggeschalten.


Vor wenigen Tagen rief mich mal wieder einer dieser wirklich hochtalentierten Call-Agenten an, um mir ein Lotterielos aufzuschwatzen! Der gute Mann gab wirklich sein Bestes. Er schien aber trotz seines Talents und seines Eifers nicht zu verstehen, dass ich zufrieden bin und keinen Gewinn in Millionenhöhe haben möchte! Es sind durch sie angeblich schon sooo viele Millionäre geworden. Ach? Ich kenne keinen!

Ha, ich weiss dank dieses kompetenten Mannes nun auch warum! Denn die Millionäre würden es angeblich niemandem sagen! Siiicher! Der Lotto-Otto wohnt dann freilich weiterhin in seiner 40 qm Wohnung und fährt seinen klapprigen Ford Fiesta bis dieser unter ihm wegrostet! Ja wollen Sie denn nichts gewinnen, fragte mich der Call-Agent. Nö, ich erarbeite mir mein Geld und lege es gewinnbringend an. Ich sage euch, dass war für mich Kommunikationstraining vom Feinsten. Was der gute Mann dabei gelernt hat, kann ich nicht beurteilen, womöglich gar nichts.

Eine Erfahrung der dritten Art machte ich letztens, als ich eine Einladung auf dem Arbeitsamt hatte, äh sorry, ARGE heisst das ja jetzt. Die nette Dame dort fragte mich nach meinen Zielen und Vorstellungen, was meine Selbstständigkeit angeht. Och, Danielchen hat viele Ziele und noch mehr Vorstellungen. ;o) Ich antwortete ihr bereitwillig, dass ich mich in einigen Monaten mit einer eigenen Praxis in ein Büro mit einmieten wolle oder mir eine größere Wohnung suchen werde, wo ich ein separates Arbeitszimmer habe. Das finanzieren wir aber nicht, ausserdem müssen wir das genehmigen! Häää, hör ich hart? Ich wurde doch nach meinen Zielen gefragt, wer hat denn was von bezahlen erzählt? Auuuaaa!!!

Ich bin nach dem Termin schleunigst in das nächste Café und habe mir erstmal einen groooßen Kaffee und einen Brownie gegönnt, um wieder halbwegs zu mir zu kommen!

Solche(!) Sachen verstrahlen die Umwelt und verursachen echte Kopf-Leiden!



2007 by Daniela Freund

24.7.09 19:05

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